Neurofeedback


Neurofeedback ist eine nachhaltig wirksame Methode zur Behandlung von Störungen der Selbstregulation und der Impulskontrolle. Das Ziel der Therapie ist die Verbesserung der Lebensqualität bei verschiedenen neuropsychiatrischen Störungsbildern über mehrere Sitzungen hinweg.

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Während bei Kindern und Erwachsenen mit ADHS die Behandlung mit Methylphenidat nicht nachhaltig scheint und bei Absetzen der Medikation die positive Wirkung aufhört, häufen sich die Studien, die zeigen, dass Neurofeedback, Auswirkungen hat, die mit der Wirksamkeit von Methylphenidat verglichen werden kann (Fuchs, Birbaumer, Lutzenberger, Gruzelier & Kaiser, 2003), und auch noch nach Jahren nach der Beendigung der Behandlung bestehen bleiben (Gani, Birbaumer & Strehl, 2008, Gevensleben, Moll & Heinrich 2012). Zudem besitzt Neurofeedback keine Nebenwirkungen wie es bei Medikamenteneinnahme der Fall ist (Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, …)

Wie läuft eine Sitzung ab?

Während einer Sitzung wird die Hirnaktivität (eeG) eines Klienten gemessen und über einen Computer in Bilder umgewandelt. Durch diese visuelle Rückmeldung (Feedback) können unbewusst ablaufende neurophysiologische Prozesse wahrnehmbar gemacht werden.

Der Klient sitzt dabei entspannt und bequem auf einem Sessel. Bereits im Erstkontakt wird das Anbringen der Elektroden eingebunden und erklärt.

Jeder Trainingsblock besteht aus zwei verschiedenen Aufgaben:

Zum einen soll eine Absenkung der Erregbarkeitsschwelle (Negativierung, sog. Akti­vierungsaufgabe) erlernt werden, zum anderen eine Anhebung der Schwelle (Positi­vierung, sog. Deaktivierungsaufgabe).

Wirksamkeit und Nachhaltigkeit

Die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit einer Neurofeedbacktherapie wurde in wissenschaftlichen Studien untersucht und belegt. Nachgewiesen wurde, dass die Fähigkeit, eigene Körperprozesse zu kontrollieren und zu steuern, erlernt werden kann. Medikamente, die lediglich Symptome bekämpfen, können unter Neurofeedbacktherapie häufig reduziert werden. Neurofeedback wirkt nicht auf Symptome, es setzt bei den Ursachen an.

Wann wird das Neurofeedback angewendet?

Neurofeedback kann bei folgenden Störungsbildern angewendet werden:

  • AD(h)S-Störungen
  • Suchterkrankungen
  • Migräne
  • Schlafstörungen
  • Autismus
  • Depression
  • Angststörungen
  • Epilepsie

Risiken und Nebenwirkungen:

Die wenigen mit der Neurofeedbackbehandlung verbundenen Risiken sind selten und rasch umkehrbar. In einigen wenigen Fällen mag es zu Kopfschmerzen, Wärmeempfindungen oder Müdigkeit kommen. Eventuell auftretende Probleme können im Vorfeld durch eine sorgfältige Anamnese mini­miert oder vermieden werden. Die Nebenwirkungen sind gering und schnell reversibel, so dass die Patienten mit der Behandlung fortfahren können.